Salvatore Licitra— Licitra machte eine nicht gesungene Note weltberühmt. Am 7. Dezember 2000, anlässlich der berüchtigten Saisoneröffnung der Mailänder Scala, verbot der partiturgläubige Dirigent Riccardo Muti dem Tenor, nach «Di quella pira» in Verdis «Il Trovatore» das hohe C zu stemmen. Die Opern-Tifosi auf den Stehplätzen buhten, merkten nicht, dass mit diesem Prachtkerl der Retter des Verdi-Jahres 2001 gefunden war: Licitra hatte eine naturgegeben grosse Stimme, voller elektrisierenden, überrumpelnden Furors und mit einer Süsse, die schaudern machte. Der Weg in die grosse Opernwelt war geebnet. Als Licitra 2002 in New York für Pavarotti einsprang, wollten ihn die Amerika ...