Luciano Pavarotti (1935–2007) – Was für einen Musiker wirklich zählt, ist die Fähigkeit, eigene tiefe Gefühle so zu verdichten, dass sie andere Menschen ebenfalls berühren, um sie in ihrer eigenen Tiefe in Schwingung zu versetzen. Dieses Kriterium hat Luciano Pavarotti mehr als erfüllt. Entscheidend war aber, dass er diese Wirkung nicht nur auf ein vor Erwartung hyperventilierendes Konzertpublikum hatte. Nein, auch in einer Probe oder im privaten Rahmen konnte er unerwartete Momente schaffen, in denen selbst eine schlichte Melodie plötzlich ausbricht und eindringt. Ich erinnere mich an einen sommerlichen Nachmittag in seinem Garten in Pesaro. Gemurmel einer etwas matten Unterhaltu ...