Jörg Steiner (1930–2013) – Sein Seelenbruder Peter Bichsel sagte von ihm, «er sei im Stillen ein grosser Autor geworden – leider nur für jene, die ihn lesen». All das stimmt. Auf Steiners gleichermassen durchsichtige und rätselhafte, einfache und komplexe Prosa muss man sich einlassen, um zu merken, wie sehr dieser Autor auf einen zählt bei der Entdeckung der eigenen Geschichte in seiner. Und ja: Wir haben einen grossen Autor verloren. Sein Format werden vielleicht andere Generationen noch entdecken (an Robert Walser darf gedacht werden).
Jeder seiner Sätze wirft nicht nur, wie jeder gute Satz, einen Schatten, sondern gleich mehrere. Im Gang über seine Prosa erfasst un ...