Norodom Sihanouk (1922–2012) –Im Westen wurde er als schillernde Figur wahrgenommen. Gewiss, das war er auch, nicht zuletzt weil das kleine Königreich Kambodscha zwischen den Interessen der Grossmächte fast zerrieben wurde. Die Verdienste Sihanouks lassen sich an drei Jahreszahlen festmachen: 1953, 1975 und 1993. Als von den französischen Kolonialherren eingesetzter König führte er Kambodscha 1953 in die Unabhängigkeit. Ohne Blutvergiessen. Das war ungewöhnlich.
1955 dankte er als König ab, blieb aber politisch aktiv bis 1970. Der von den USA unterstützte General Lon Nol putschte sich an die Macht. Sihanouk ging ins Exil nach Peking. Nach dem Sieg der Roten Khmer kehrte er 19 ...