Richard Artschwager (1923–2013) – Man nannte ihn so oft Enigma, dass Enigma sein eigentlicher Mittelname war. Er baute Stühle, auf denen man nicht sitzen kann, Griffe, die zu keiner Tür führen, Kommoden, in die nichts hineinpasst. Er war der Künstler, der den Dingen ihren festgelegten Platz in der Welt raubte und der Kunstgeschichte immer einen Winkelzug voraus war. War seine Arbeit Pop-, Konzept- oder sogar Minimal Art?
Er war Bildhauer, Zeichner, Maler, er war Soldat in Europa, Spion, Tischler, Zellbiologe, er war unfassbar. Der Moment der Klärung kam in den achtziger Jahren, als Neo-Geo auf den Plan trat, ein Pop-Minimal-Konzept-Kartoffelbrei, verdickt mit französischen Kun ...