Schon äusserlich war der Sänger Vicente Fernández die Verkörperung des mexikanischen Landlebens: Mit seinem markanten Schnauz, der traditionellen Cowboy-Kleidung seines Landes und seinem übergrossen, farbig bestickten Sombrero schien er direkt einem Landgut vergangener Zeiten entstiegen zu sein. In gewisser Weise stimmt das auch, denn Fernández’ Eltern bewirtschafteten eine Farm in der Nähe von Guadalajara, auf der er vor 81 Jahren geboren wurde. In den 1970er Jahren stieg er zum führenden Interpreten des ranchera-Fachs auf, einer gefühlsbetonten mexikanischen Volksmusik mit Wurzeln im 19. Jahrhundert. Seine ausdrucksstarke Tenorstimme und seine Popularität in Lateinamerika ...