Zuletzt hat man derlei mit grossem Vergnügen bei Daniel Kehlmann, dem Autor des Welterfolgs «Die Vermessung der Welt», gelesen: auf den ersten Blick in sich geschlossene Episoden erzählerische Short Cuts mithin , die sich unter dem Titel «Ruhm» nach und nach zu einem romanhaften Gesamtbild rundeten und zeigten, wie raffiniert, ja mitreissend, intelligent miteinander verwobene Geschichten sein können, denen das Kunststück glückt, eine Art Gleichzeitigkeit im Erzählen zu erzeugen.
Kehlmann hatte von Ruhm und Verschwinden fabuliert, von Wahrheit und Täuschungen – der in Berlin lebende und mit Büchern wie «Fette Welt», «Der grosse Bagarozy» oder «Thanatos» bekanntgewordene He ...