Zur Grundausstattung des griechischen Götterhimmels gehört Narziss, Sohn einer Nymphe, der sich in sein Spiegelbild verliebte und den schönen Jüngling zu umarmen und zu küssen versuchte. Vergeblich. Die Faszination der Selbstwahrnehmung mittels Spiegel aber ist geblieben und reizt seit je Künstler, damit zu spielen. Vom Märchen («Spieglein, Spieglein an der Wand . . .») über Horror (Vampire, die sich nicht spiegeln) und Poesie («Alice hinter den Spiegeln») bis zu Spiegeltäuschungen (von Chaplin bis zu den Marx Brothers) hat der Spiegel über seine Funktion hinaus seine Magie nie verloren.
Vor allem der Film nutzt ihn genüsslich als Metapher, vom zerbrochenen Spiegel über das S ...