Nichts Tristeres als ein Liederabend im Opernhaus Zürich. Ob Stars wie Simon Keenlyside oder Nina Stemme: das Parkett halbleer, die Logen gerade mal in den ersten Reihen besetzt. Es kommt dann vor, dass Alexander Pereira die Leute von den billigen Plätzen generös bittet, ins Parkett zu kommen. In Opernmetropolen hingegen sind Liederabende mit Spannung erwartete Ereignisse. Kein Wunder, zeigt sich der Sänger dabei doch «nackt»: Allein auf dem Podium, nur von einem wackeren Pianisten begleitet, muss er beweisen, was er wirklich kann. Hier ist es unmöglich, stimmliche Mängel hinter einem Orchester zu verstecken. Und es gilt nicht, einfach bloss Arien zu schmettern: Nördlich der Alpen w ...