Eine «neue Führungsrolle» der USA im Nahen Osten kündigte US-Präsident George W. Bush an. Das war vor exakt drei Monaten. Bush schickte den ehemaligen General Anthony Zinni als Vermittler nach Jerusalem, damit der einen Waffenstillstand in der Krisenregion aushandle. Doch nach kurzer Zeit gab der Vietnamveteran seine Mission auf. Ariel Scharons Standpunkt, unter Feuer nicht zu verhandeln, lasse ihm keinen Spielraum, begründete Zinni seinen Abzug.
Sein Vorgänger Dennis Ross, der sich in den neunziger Jahren im Auftrag des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton für eine israelisch-palästinensische Annäherung einsetzte, hatte mehr Durchhaltevermögen. Selbst wenn geschossen und gebom ...