Ruth Dreifuss, noch nicht abgetretene SP-Bundesrätin, erfreut sich unverhofft erhöhter Aufmerksamkeit. Man hat sich darauf eingerichtet, dass sich die Kämpferin gegen Sozialabbau in nicht mehr allzu ferner Zukunft aufs Altenteil zurückzieht. Wobei ihre Leistungsbilanz ziemlich durchzogen ist. Als Sozialministerin hat sie praktisch kein nennenswertes Reformprojekt nach ihren Vorstellungen über die Berner Politbühne gebracht. Doch dank Blick und ein paar bürgerlichen Heckenschützen erlebt Dreifuss einen zweiten Frühling. Denn die Aktion «Dreifuss muss weg» ist in ihrer politischen Wirkung nichts anderes als eine Aufforderung zum Bleiben. Je wilder die Bürgerlichen damals auf Otto S ...