War bis eben noch Adam Green der Jungyankee der Stunde, ist es nun Connor Oberst alias Bright Eyes. Als 14-Jähriger veröffentlichte er sein erstes Album, damals mit seiner Band Commander Venus. Später manövrierte er sein Talent in eine Ecke hinein, die man mit orchestralem Folkpop bezeichnen könnte. Aber Genies bleiben nicht in Ecken oder Schubladen, und der Befreiungsschlag von Oberst Bright Eyes ist geradezu napoleonisch: Zwei gegensätzliche Alben gibt er heraus, eines spielt mit Country-Mythen und Emmylou Harris («I’m Wide Awake, It’s Morning», siehe Weltwoche Nr. 5.05), das andere mit Elektronik, Drum-’n’-Bass-Techniken und unserer Psyche – wobei auch da immer noch Flö ...