Es ist das Unwort schlechthin, der politische Kampfbegriff, der die Fronten übersichtlich sortiert. Hier die Guten, dort die Bösen. Hier die Weltoffenen, Fortschrittlichen, Liberalen und Urbanen, dort die Rückständigen, die Abschotter, die Hinterwäldler, genau: die Nationalkonservativen.
Nach Auffassung seiner Gegner bewegt sich der von panischen Abstiegsängsten gepeinigte Nationalkonservative vorzugsweise in Alpentälern oder an den rauchumnebelten Stammtischen frauenfeindlicher Landgasthöfe. Dort trifft man ihn beim Absingen der Nationalhymne oder beim Erzählen rassistischer Witze an. Sein Weltbild ist einfältig, isolationistisch, trostlos. Er hat Mühe, die enorme Komplexität p ...