Noch will es niemand so recht wahrhaben: Der Dezember 2003 hat die Schweiz tief greifend verändert. Eine Million Menschen verfolgten am Fernsehschirm den Abschied von der guten alten Zauberformel. In der ersten Euphorie mutierten die neu gewählten Bundesräte zu selbstreferierenden Medien-Sparonkeln. Neu galt in Sachen Sparen: Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Ein Drittel der Kosten und somit ein Drittel der Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt an der Bundesverwaltung hängen, sollten – Blocher dixit – verschwinden, alle Sozialwerke sollten den Ideen des Merz folgend auf die neoliberale Folterbank.
Was man vergessen hatte: Die Schweiz ist so politisiert wie lange nicht mehr. U ...