Findelkinder, die an den Zitzen einer Wölfin die erste Nahrung saugen. Später legen sie die Grundsteine des Grossreichs, dessen Kultur bis heute das Abendland prägt. Fernab der Szenerie und rund 2000 Jahre später wächst ein Bub in der Steppe auf. Er soll sogar leiblich von Wölfen abstammen. Als er gross ist, wird er Weltherrscher. Oder, wie das in seiner Sprache heisst: Dschingis Khan.
Uralte Konkurrenz
Gleich zweimal ist der Wolf das zentrale Symboltier der Entstehungslegende eines Grossreichs. Zunächst in Rom, später in der Mongolei. Auch für die türkische Mythologie ist er wichtig. Erst ein Blick auf die jahrtausendelange kulturelle Aufladung des Wildtiers macht begreiflich, we ...