Es gab diese Kollekten an Weihnachten, als ich etwa um die zehn war. ÂJemand klingelte an der Haustür, dann streckten sie einem diese auf einem kleinen Kasten Âbefestigte hölzerne Strumpfkugel hin. Auf die Strumpfkugel war ein schwarzes Kindergesicht mit traurigen Augen gemalt. Wenn man ein Geldstück in den Schlitz im Kasten steckte, begann das Gesicht von hinten nach vorne zu wackeln, es sah dankend aus. Meine Mutter brachte die Strumpfkugel immer mit einem Zweifränkler zum Danken, was mich sehr Âerleichterte. Die Kugel wackelte ausgiebig. Es schien eine grosszügige Gabe.
Wir halfen hungernden kleinen Negern. Gerechtigkeitssinn eines Kindes. Für Leser unter vierzig: Eine Strumpfku ...