War er ein Schurke? Oder bloss ein Neider? Im ersteren Fall wäre Antonio Salieri der Mörder Mozarts gewesen; im letzteren Fall wäre er diesem Konkurrenten bloss vor der Sonne gestanden. Das Nachleben des einst hoch angesehen Komponisten ist von bösen Gerüchten überschattet. Alexander Puschkin machte sie mit seinem Dramolett «Mozart und Salieri» erstmals offiziell. In unserer Zeit begingen der Dramatiker Peter Shaffer und der Filmemacher Milos Forman mit «Amadeus» diese Meucheltat. Was Salieri selber dazu meint, muss offen bleiben; er ruht, mehr oder minder friedlich, auf dem Wiener Zentralfriedhof, gleich links neben dem Eingang.
Immerhin, Salieri hat seine Fans. Cecilia Bartoli, d ...