«Neigungswinkel nach unten»
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Die Weltwoche

«Neigungswinkel nach unten»
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«Neigungswinkel nach unten»

Der Feuilleton-Chef der Neuen Zürcher Zeitung, Martin Meyer, hat ein ausgezeichnetes Buch über den französischen Romancier-Philosophen Albert Camus geschrieben.Ein Gespräch über die Coolness des Denkens, grosse Literatur und Schweizer Intellektuelle.
Herr Meyer, was hat Sie motiviert, ein Buch über Albert Camus zu schreiben? Schon im Gymnasium war ich fasziniert von dem Roman «L’Etranger»: Ein Mann, der ein ganz normales Bürolistenleben führt, erschiesst eines Mittags völlig unmotiviert ­einen Araber. Weshalb tat er das? Darüber habe ich lange nachgedacht. Es gibt nicht eine Lösung. Wie alle grossen Kunstwerke ist das Buch vielseitig interpretierbar. Damals hat mich das aber irritiert. Dann kam «Die Pest», dieser Roman ist viel einfacher zugänglich. Die Seuche taucht in der algerischen Stadt Oran auf, nun geht es darum, wie die Leute sich dazu verhalten, wie sie die Katastrophe auch philosophisch bearbeiten. Wo liegt die Fa ...
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