Wirkt und klingt alles reichlich geschraubt und geschwollen: Der Japaner Kenji führt ein einsames Leben als Bibliothekar in Bangkok. Er möchte sterben und versucht, diesen Wunsch in regelmässigen Selbstmordversuchen zu beschleunigen. Schon denkt man: Oh Gott, bitte nicht; hier geht’s um eine Meta-Ebene, die ich wieder einmal nicht verstehe. Doch dann entwickelt der Film «Last Life in the Universe» des Thailänders Pen-ek Ratanaruang eine magische Kraft, der man sich nur schwer entziehen kann. Faszinierend ist die seltsame Komik, die den spröden Bildern innewohnt. Der Suizid-Freak ist ein Ordnungsfanatiker, sein Temperament so steril wie seine saubere Wohnung: der Boden gewienert, die ...