Vor kurzem hörte ich, die nach dem 11. September am häufigsten besuchten Internetwebseiten seien diejenigen gewesen, die den Prophezeiungen des Nostradamus gewidmet waren. Eigentlich hätte ich gedacht, in solchen Krisenmomenten suche man instinktiv nach verlässlichen Sachinformationen. Doch offenbar ist dem nicht so. Viel dringender war das Bedürfnis dieser Menschen zu erfahren, ob die Al-Qaida-Attacken vorausgesagt worden waren. Dabei muss natürlich bedacht werden, dass die Mehrzahl der Internetseiten und -benutzer nach wie vor amerikanischer Herkunft sind, weshalb diese Prophezeiungsbesessenheit wohl am meisten über deren Kultur sagt.
Michel de Notredame (dessen Name als Nostradamus ...