Von Josef «Joe» Ackermann, dem in Mels im Kanton St. Gallen geborenen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, wird erzählt, er habe hausinterne Kritiker der hohen Bezüge seiner Investmentbanker einst schlagfertig mit einer schlichten Frage entwaffnet: «Würden Sie für ein Institut arbeiten, das Ihnen nur die Hälfte der Konkurrenz bezahlt?»
Das ist die Welt des Joe Ackermann. Er umgibt sich nicht mit mittelmässigen Mitarbeitern, um stärker zu strahlen, sondern mit Spitzenleuten, die ihn antreiben. Auch wenn diese Mitarbeiter zugleich die teuersten sind. Als erster Ausländer übernahm der 54-Jährige im Mai dieses Jahres den Vorstandsvorsitz der grössten deutschen Bank. Ehrgeizig ...