«Fragliche Siegerweine bei blöden Blindproben», die Überschrift, und: «Ich habe noch keine Blindprobe erlebt, bei der der als Erstes servierte Wein eine Chance hatte zu gewinnen». Nun sass ich vor ein paar Wochen selbst in einer Blindprobe, und auch hier schiffte die Nr. 1 ab. Allerdings war der Event in jeder Hinsicht das Gegenteil von blöd.
Zwölf Weine aus der Alten und der Neuen Welt standen gleichzeitig im Glas, auszuzeichnen waren die drei ersten. Ohne Noten. Der chilenische Produzent Eduardo Chadwick von Errázuriz lud zum Test, ein bisschen analog zu jenem «Paris Tasting», das 1976 die Weinwelt erschüttert hatte. Damals setzte eine illustre französische Jury mehrere Weine ...