Die Hölle sind die andern. Stimmt ja, wenigstens meistens. Wer je dazu verdammt war, in einem Grossraumbüro zu arbeiten, wird die existenzielle Erfahrung als seine alltägliche verstehen. Davon abgesehen, sind die andern gelegentlich auch der Himmel: nicht Behinderung, sondern Mittel zu Selbsterkenntnis. So ist Jazz zum einen eine Musik der grenzenlosen Selbstentfaltung, des Triumphs des Interpreten über die Materie. Spannend aber wird er erst im interplay, in der Dialektik von Aktion und Reaktion.
Enrico Rava, der italienische Trompeter, der im kommenden August siebzig wird und ein langes Leben zwischen den Kontinen- ten und zwischen weit auseinanderliegenden Spielformen des Jazz verbra ...