Im Weinbau sind es oft Zugewanderte, die Paradigmenwechsel einleiten. Sie haben häufig die bessere Nase für die Charakteristiken und das Potenzial eines Terroirs als die Einheimischen, die der alten Väter Tramp als gottgegebene Selbstverständlichkeit fortsetzen. Bei der Renaissance der Weine vom Ätna ist es nicht anders. Die Pioniere, die am Vulkan die Sensationen der autochthonen Sorte Nerello Mascalese (wieder-)entdeckten, waren die Toskaner Marco de Grazia und (der vor allem) Andrea Franchetti sowie der Querdenker Frank Cornelissen, ein Belgier. Die junge Tenuta Terrazze dell’ Etna gründete 2008 zwar ein Sizilianer. Aber Nino Bevilacqua kam immerhin aus Palermo (vom Ätna aus ...