Der Weg führt am Wiener Stephansdom vorbei in eine Seitengasse der Altstadt. Das österreichische Finanzministerium wird vornehm gelagert im Winterpalais Prinz Eugens. Die Prachtentfaltung ist verhalten, aber unübersehbar. Hier residiert, zum zweiten Mal nach der Saison 2001/2002, seit knapp einem Jahr als Finanzchef der ehemalige FPÖ-Politiker Karl-Heinz Grasser. Nach dem Bruch mit seinem einstigen Förderer Jörg Haider und einem Transfer in die Privatwirtschaft wurde der 35-jährige Betriebswirt von Kanzler Wolfgang Schüssel abermals in die Regierung geholt. Der bisher grösste Erfolg des als wirtschaftsliberal geltenden Jungmagistraten war die Sanierung des Bundeshaushalts.
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