Michael Oppitz ist eine legendäre Figur. Der charismatische Ethnologe verkehrte mit Joseph Beuys, Bruce Chatwin, William Burroughs und ist einer der wenigen Geisteswissenschaftler in der Schweiz mit internationaler Strahlkraft.
Er hat mich einmal vor dem Verrücktwerden bewahrt. Und zwar durch seine Ermutigung, mich nicht an der Normalität festzuhalten. Das war in den neunziger Jahren, als ich ihn während einer mehrjährigen Feldforschung in der Elfenbeinküste jeweils aufsuchte, wenn ich in der Schweiz war, um mir Rat zu holen. Als ich einmal besonders verwirrt war, sagte er: «Gut. Bleiben Sie in Afrika, bis Sie eine Neurose kriegen.» Damit wollte er wohl sagen: «Erkenntnis ist nich ...