Eine der vielen ungeschriebenen Regeln New Yorks lautet: Tu, was du willst, aber immer so laut wie möglich. Deprimiert? Mach Krach! Glänzend aufgelegt? Mach Krach! Gelangweilt? Mach Krach! Ob Heavy-Metal-Fans oder Hammerfetischisten, ob schwerhörige Sportfreunde mit brandneuem Fernsehgerät oder Jugendliche in Partylaune, ob nüchtern, betrunken, gefeuert oder geehrt – die Welthauptstadt des Lärms heisst die Dezibel-Jünger dieser Erde herzlich willkommen.
Neulich zum Beispiel beschloss ein Spaziergänger in, wie es schien, unmittelbarer Nähe meiner Wohnung, seinen Mitmenschen die Allgewalt seines Stimmorgans zu demonstrieren. Es war drei Uhr morgens, und die meisten Mitmenschen schl ...