Weltwoche: Herr Pedrina, was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie die «Internationale» singen? Vasco Pedrina: Mit dem Kopf hat dieses Lied nicht viel zu tun, sondern mit Emotionen. Am stärksten waren sie 1987, an meinem ersten Kongress der Gewerkschaft Bau und Holz. Die vielen Menschen aus verschiedenen Nationen weckten bei mir das Gefühl einer umfassenden Solidarität.
Das war vor 15 Jahren. Mittlerweile ist die Arbeiterhymne ein wenig aus der Mode gekommen. Das mag nach dem Fall der Berliner Mauer während einiger Zeit so gewesen sein. Doch seit die Auswirkungen der wirtschaftlichen Globalisierung immer deutlicher zutage treten, gewinnt auch die «Internationale» wieder an Aktualität� ...