Frau de Vries, Sie bilden für die Pro Infirmis «BerührerInnen» aus: Leute, die Behinderten sexuelle Dienstleistungen anbieten. Wer eignet sich für diese Tätigkeit?Jemand mit Berufserfahrung in Physiotherapie, Krankenpflege, Massage oder Ähnlichem. Es kann aber auch eine Hausfrau sein oder ein Taxifahrer. Das Wichtigste ist jedoch die Motivation. Es müssen Menschen sein, die ihr Leben im Griff haben und einigermassen zufrieden sind. Wir wollen keine Leute mit Helfersyndrom. Andererseits aber auch niemanden, der diesen Job nur aus Geldmangel macht.
Was verstehen Sie genau unter «Berührungen»?Wie weit die Berührerinnen und Berührer mit ihren Klienten gehen, entscheiden sie selber. ...