Pompejanisches Rot wechselt sich mit Kontor-Grün ab, drapierte Vorhänge sorgen für Vornehmheit. Der Anfang ist schön, noch schöner die Fortsetzung, und das Allerschönste geschieht am Schluss unter vier rosa Wänden, welche die ge-gedämpfte Helligkeit des Saales delikat unterstützen: feinste Leinwände, gediegene Gefühle, Dunst steigt aus farbigem Nebel, Licht legt sich über Licht. Das Kunsthaus Zürich huldigt Joseph Mallord William Turner. Weshalb eigentlich? Und warum denn nicht?
Im ersten Raum mit ordentlich gereihten Frühwerken schafft Turners seltsames Selbstporträt frontalen Kontakt auf Distanz: Graue Augen, weit offen und gradlinig fixiert, ruhen gespannt in einer gekonnt ...