Nr. 39 – «Wohlleben im Speckgürtel»; Philipp Gut und Lucien Scherrer über Therapien
Es ist nichts dagegen einzuwenden, an das ÂGute im Menschen zu glauben. Aber dass heute jeder Kriminelle, jeder Neurotiker und jeder schwierige Schüler mit Therapien überhäuft wird, ist besorgniserregend. Es fördert sogar krankes und abhängiges Verhalten, da man dafür noch belohnt wird und jede Menge Zuwendung erfährt. Man könnte auch direkt neidisch werden auf die heutigen, verwöhnten Kinder, denn zu meiner Zeit – vor über vierzig Jahren – gab es so was nicht. Ich selber war einfach da, ziemlich vernachlässigt, aber irgendwie frei. Das gab einem die Gelegenheit, sich früh mit der ...