Das Parlament wurde aktiv, kaum hatte die Weltwoche die Affäre um den kolumbianischen Drogenbaron José Manuel Ramos publik gemacht, die Bundesanwalt Valentin Roschacher im Juli das Amt kostete. Der Nationalrat kündigte umgehend an, er wolle die Untersuchungen zur Bundesanwaltschaft «eng begleiten» und prüfen, «ob parlamentarischer Handlungsbedarf» bestehe.
Die versprochene «enge Begleitung», so zeigt sich zusehends, droht zur Farce zu verkommen. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrats ist drauf und dran, ihren bislang guten Ruf als effiziente Oberaufsicht zu verspielen. Nach einem halben Jahr tritt sie an Ort. Noch immer fehlen ihr wichtige Dokumente, ohne die ein ...