Erstaunlich, wie Langlebigkeit einem Ruf aufhelfen kann. Vor fünf Jahren wurde Sonia Rykiel von Modefans in der Regel als ein Design-Dinosaurier abgetan, der sich in einer Zeitschleife der siebziger Jahre verfangen hatte. Ihre unverkennbaren, bonbonfarben gestreiften Sweater und T-Shirts mit Applikationen, ihre zügellosen Rottöne und figurbetonten Silhouetten, ihre schonungslos fröhlichen, erotischen und optimistischen Stile – all das galt als hoffnungslos passé. Es fielen auch fiese Bemerkungen über ihr Markenzeichen, den roten Wuschelkopf, und dass sie oft im Publikum sass und ihre eigenen Modeschauen beklatschte, noch bevor sie sich auf dem Laufsteg verneigt hatte.
Eine jüngst er ...