Es kam mir alles so bekannt vor, als ich die Schilderungen von Adrian Strässle über die Missstände bei der St. Galler Verwaltung und seine Verhaftung las («Das ist eine glasklare Lüge», Weltwoche Nr. 43/11). Strässle hatte der Weltwoche Informationen über Fälle zukommen lassen, die von Willkür, aber auch von einer Laisser-faire-Mentalität beim kantonalen Migrationsamt zeugten. Die Fälle offenbaren nicht nur ein eigenmächtiges Interventionsgebaren von Sicherheitsvorsteherin Karin Keller-Sutter (FDP). Mühe bereiten vor allem auch ihr seltsames Verständnis von Transparenz und die Weigerung der Regierungsrätin, sich der Kritik zu stellen.
Ich wähnte mich zurückversetzt in den ...