Mindestens 188 verurteilte Delinquenten entgingen während der letzten drei Jahrzehnte im Kanton Zug ihrer Strafe oder Massnahme. Das Spektrum reicht von der ambulanten Therapie bis hin zu 29 Monaten Gefängnis, die Palette der Delikte von «Fahren in angetrunkenem Zustand» über «sexuelle Handlungen mit Kindern» bis hin zu Raub und Brandstiftung. Die direkte Verantwortung für diesen veritablen Skandal trägt Hans-Peter B., der ehemalige Chef des Amtes für Straf- und Massnahmevollzug (ASMV). In seinem Büro herrschten Chaos und Willkür. Dies geht aus einer Untersuchung hervor, die der ehemalige Zürcher Staatsanwalt Marcel Bertschi im Auftrag der Zuger Regierung erstellt hat.
Hanspeter ...