Nicolas Sarkozy, Gaullisten-Führer in der Warteschleife fürs Elysée, wurde am Sonntag zum Präsidenten der Regierungspartei UMP gekürt. Der Parteitag hatte nichts von gaullistischer Traditionspflege: Er war ein amerikanisches Polit-Meeting, ein Medienspektakel, das hauptsächlich Showeinlagen bot. Alain Delon wünschte «Good luck, Nico» von der Grossleinwand herunter, und als Höhepunkt durfte Sarkozys siebenjähriger Sohn «Bonne chance, mon papa» sagen. Sarkozy hat in der Tat Chancen, Jacques Chirac in zwei Jahren vom Thron zu kippen. 2002 reichte es Sarkozy nicht zum Amt des Premierministers. Das Image des Reagan-Bewunderers litt an seinem «amerikanischen» Einschlag. Als Innenmin ...