Im Sommer 1938 suchen Delegierte aus 32 Ländern gemeinsam nach Asylmöglichkeiten für jüdische Deutsche. Eine globale Lösung scheitert. Eine beschränkte Solidarität mit den Verfolgten kommt aber von Nationalstaaten.
Als die Lage für die Juden in Deutschland in den 1930er Jahren von Tag zu Tag prekärer wird, suchen rund 150 000 deutsche Juden eine neue Heimat – oder zumindest ein vorübergehendes Asylland, in dem sie vor Verfolgungen der Nazis sicher sind. Aber wegen der Wirtschaftskrise in Europa und in den USA stösst die Aufnahme von Flüchtlingen auf Widerstand. Die Angst geht um, sie würden den Einheimischen Jobs w ...