Bis sich die grosse, grüne Tür der Villa am Zürichsee endlich öffnet, muss man ein bisschen Geduld haben. Es dauert, bis der Hausherr das riesige Gebäude durchschritten hat und schlussendlich zügigen Schrittes ins Wohnzimmer bittet, das mit unzähligen Büchern austapeziert ist, so wie der Rest des Hauses auch. Trotz seinen 83 Lenzen wirkt Nikolaus Senn spritzig, unterhaltsam und geistig fit wie eh und je. Bis Mitte der neunziger Jahre war er die dominierende Figur der Schweizerischen Bankgesellschaft, der UBS-Vorgängerin. Ab 1968 war der Jurist Generaldirektor und ab 1980 acht Jahre Präsident der Generaldirektion. Anschliessend wurde Senn zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Di ...