Angesichts von Susan Sarandon fällt mir ein ungutes psychologisches Phänomen ein, das ich als «schönheitsverlustbedingte Geistesgestörtheit» bezeichnen möchte. Wer jung und schön ist, findet noch für die banalste Aussage ein interessiertes Publikum. Fordern jedoch die Jahre ihren Tribut, geht man dieses zweifelhaften Interesses verlustig, und wer sich damit nicht abfinden kann, sagt immer abwegigere Dinge, um auf sich aufmerksam zu machen. So sagte Sarandon in Anbetracht des Begräbnisses eines ermordeten Polizisten und der stillen Trauer seiner Kollegen: «So, werde ich meinen Kindern sagen, sieht Faschismus aus.» Und dazu, dass amerikanische Juden sich terrorisiert fühlen: ...