Mit mildem Paukenschlag betrat der 23-jährige Niels Wilhelm Gade 1840 die musikalische Szene. Sein Opus 1 war eine Ouvertüre unter dem Titel «Nachklänge von Ossian» und traf gleich mehrere Fliegen auf einen Schlag. Es hielt sich an ein literarisches Event jener Zeit, einen wiederentdeckten gälischen Barden aus dem 3. Jahrhundert (erst später stellte sich heraus, dass all dies eine raffinierte Fälschung des Schotten James Macpherson war). Damit traf Gade den «nordischen Ton», der in die junge Romantik einen Hauch von naturreiner Exotik brachte. Nie mehr gelang Gade später ein derart überwältigender Wurf. Man ist versucht, an den genialen Erstling des 17-jährigen Felix Mendelssoh ...