Pedro Lenz: Primitivo. Cosmos. 184 S., Fr. 29.90
«Der Künstler muss lauter Dinge verkörpern, die die Kundschaft an die eigene Jugend erinnern, die sie aber hinter sich gelassen haben, weil es ihnen zu anstrengend wurde.» Dieser Satz aus dem Roman «Die schöne Fanny» (2018) sagt viel aus über seinen Autor, den Schweizer Schriftsteller Pedro Lenz. Denn die Nostalgie ist seine Kernkompetenz. In den Romanen des Berners sind die Charaktere und auch die Schauplätze verrucht und etwas dreckig, doch nie so, dass man sie als abstossend empfinden würde.
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