Nichts ist mir unerträglicher als die galoppierende Jagdhornmunterkeit, auch wenn sie aus einem Mozartkonzert schallt. Ich bin kein Jäger, Fuchs ist mir Hase, und rot befrackte Gentlemen, die hinter ihrer Hundemeute durchs Unterholz preschen, mögen allenfalls als Motiv für britische Landhaus-Salonmalerei taugen. Allerdings überwältigt mich nichts mehr als das von Weidmannsfolklore und Signalfunktion emanzipierte Horn. Kein Blechinstrument vereinigt zwei so verschiedene Seelen: den romantisch entrückten, sehnsuchtsgeladenen lyrischen Klang in den hohen Lagen und die brachiale Gewalt in den unteren: Da ist das Horn gewissermassen eine eingerollte Posaune von Jericho. Deep Throat und Eng ...