Kürzlich fiel mir im Antiquariat ein Büchlein in die Hände, fast fünfzig Jahre alt. Es ging darin – um ein Getränk. Im Vorwort beschreibt die Autorin, wie sie mit 17 den ersten Schluck davon nahm: «Nur bei diesem allerersten Schluck hatte ich einmal – und nie wieder danach – das Gefühl, mein Bewusstsein zu verlieren und in einem tiefen See unterzutauchen. Dann stieg ich merkwürdig nüchtern aus dieser Verzauberung empor und mein Hirn registrierte genau: so etwas also gibt es und Du hast es nicht gewusst! Ich hatte das Gefühl, bis zu dieser Minute das Wichtigste des Lebens versäumt zu haben – und Tragik einer Siebzehnjährigen – um das Schönste betrogen worden zu sein.»
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