Ferienzeit, Baumelzeit. Man müsste wissen, was eine Seele ist, dann wüsste man, ob man damit baumeln kann. Die alten Germanen wussten: Die Seelen der Ungeborenen und Toten wohnen im Wasser. Descartes wusste: Die Zirbeldrüse ist der Sitz der Seele. Heute weiss man es nicht mehr so genau. Die Wendung ist ja nicht von schlechten Eltern. Kurt Tucholsky schrieb 1931 («Schloss Gripsholm – Eine Sommergeschichte»): «Wir lagen auf der Wiese und baumelten mit der Seele.» Bereits 1926 beschrieb er in der Weltbühne deutsche Urlauber so: «Alles baumelt an ihnen, auch die Seele.»
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