Kann man sich vorstellen, dass ein Nomadenstamm aus einem fernen, öden Land binnen zwanzig Jahren ein Weltreich aus der Steppe stampft? Dass es also beispielsweise einem Stammesfürsten aus dem heutigen Afghanistan gelänge, in einem Sturmlauf halb Asien zu erobern und ein Stück von Europa dazu? Unser Entsetzen darüber könnte nicht grösser sein, als es die Panik war, die im 13. Jahrhundert Eurasien zittern liess: Da schaffte es ein Stammesfürst aus der fernen, öden Mongolei, ein Reich zusammenzurauben, das grösser war als einst das Römische Imperium; einen Landozean von Korea bis zum Kaukasus, vom Baikalsee bis zum Persischen Golf.
Als Temudjin, der Schmied, wurde er geboren, nach d ...