Kaum hat sich der Greis am Nachbartisch niedergelassen, dreht er auf: «Dessert und Kaffee nehmen wir anderswo», sagt er zu seiner um einiges jüngeren Gefährtin. Er fühlt sich unfreundlich behandelt, weil man seine Bouillon nicht ganz so zubereiten kann, wie er will. Weder der Koch noch der Service lassen sich im «Sinfonia» beim Bahnhof von Erlenbach aber so rasch aus der Ruhe bringen, erst recht nicht wegen einer Bouillon. Man vertraut vielmehr darauf, dass sich am Ende die subtileren Akkorde immer durchsetzen. Zum Auftakt geniesse ich einen Salat mit perfekt angebratenen Crevetten, einer hauchdünn geschnittenen Scheibe rohem Tunfisch, alles angereichert mit Morcheln und Artischocken ...