Ich schicke voraus: Ich verdanke der NZZ viel. Ich bin dem Haus enorm dankbar. Als ich dort Ende der achtziger Jahre am untersten Ende der Nahrungskette in der Sportredaktion anfing, herrschte das Heroenzeitalter des selbstbewussten Journalismus. An den Sitzungen thronten ältere, elegant gekleidete Herren, die mit bewundernswerter Selbstverständlichkeit das Weltgeschehen ordneten. Es gab keine Diskussionen, es gab keine Richtungskämpfe, es gab nur diese erdbebensichere Gelassenheit, mit der man den Lesern nicht nur einfach erklärte, was passiert war, sondern es ihnen so erklärte, dass man verstand, worum es – immer aus Sicht der NZZ – wirklich ging.
Die NZZ war nicht einfach ei ...