Joseph Jung: Alfred Eschers Thronreden 1848 bis 1868. NZZ Libro. 272 S., Fr. 39.–
Kein Nationalratspräsident, geschweige ein Zürcher Kantonsratspräsident, hätte heute das Selbstbewusstsein, eine Session mit programmatischen Reden über die Welt, Europa und die Schweiz zu eröffnen oder abzuschliessen. Alfred Escher aber, diese machtvolle Ausnahmeerscheinung in Politik und Wirtschaft, nutzte seine Vorsitzfunktion, um Land und Volk den Weg zu weisen. Die Zeitgenossen nannten die anspruchsvollen Texte halb bewundernd, halb spöttisch «Thronreden». In der Tat ähnelte Alfred Eschers beherrschende Stellung im jungen Bundesstaat der eine ...