Die Idee ist von irritierender Heimtücke. Ein Gotteshaus soll errichtet werden am Tatort eines Kapitalverbrechens. Nicht irgendein Gotteshaus: eine Moschee. Nicht an irgendeinem Tatort: auf den Trümmern des Terror-Infernos von «9/11», auf Ground Zero, der Stätte des kollektiven Traumas einer Nation.
Ein Test für die Toleranz Amerikas sei das Projekt, behauptet der Mann, der diesen Plan ausgeheckt hat. Imam Feisal Abdul Rauf heisst er. Über ihn ist viel Gutes zu hören. Christliche Geistliche und namhafte Rabbiner schätzen ihn als Partner im interreligiösen Dialog.
Zwar hat Rauf kurz nach 9/11 erklärt, Osama Bin Laden sei «im direktesten Sinn ein Produkt der USA». Auch weigert ...