Rudolf Strahm bei einem Interview aufs Band zu bannen, ist gar nicht so einfach. Immer wieder springt er vom Tischchen im Büro des Preisüberwachers auf, wühlt in einem Stapel, zieht einen Aufsatz hervor, zeigt eine Statistik. Den Ruf einer wandelnden Enzyklopädie der Wirtschaftspolitik genoss er schon im Nationalrat, dem er von 1991 bis vergangenen Herbst angehörte, und zuvor bereits in der Sozialdemokratischen Partei.
Nach einer Berufslehre als Laborant, die seinen Kampf für die einzigartige Schweizer Berufsbildung ebenso wie sein Misstrauen gegenüber akademischen Theoretikern erklärt, und Studien in Ökonomie und Chemie stieg er 1978 in die Politik ein. Der Emmentaler aus einer Tä ...